Ärzte, Politik und Klinikleitung im Dialog
Frankenberg(pm). Zu einem intensiven Austausch über die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung hatte die Geschäftsleitung des Klinikums Waldeck-Frankenberg am Standort
Frankenberg eingeladen. Beim traditionellen Neujahrsempfang trafen, die Geschäftsführerin Anne Bülling, Mitarbeitende der Klinik, Vertreter aus der Politik sowie niedergelassene Ärzte aus der Region zusammen.
Fusion auf gutem Weg
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen wie der Fusionsprozess zwischen den Standorten Frankenberg (ehemals Kreiskrankenhaus Frankenberg) und Korbach (ehemals Stadtkrankenhaus Korbach). Landrat Jürgen van der Horst stellte Gerd Brückmann als Transformationsmanager im Fusionsprozess vor. „Auf dem Krankenhausmarkt haben wir als fusioniertes Klinikum an zwei Standorten deutlich bessere Voraussetzungen. Nur gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten kann die Gesundheitsversorgung der Region gelingen – alles im Sinne der Patienten.“ Erster Stadtrat Willi Naumann der Stadt Frankenberg ergänzte: „Die Fusion ist in vollem Gange, wie auch der Name Klinikum Waldeck-Frankenberg zeigt. Für die Bürger in der Region ist der Standort Frankenberg ein wichtiger Anlaufpunkt.“
Wiederaufbau nach Brand schreitet voran
Der Landrat dankte den niedergelassenen Ärzten für ihre Geduld nach dem Brand und betonte, dass die Klinik heute wieder die reguläre Bettenzahl erreicht habe. Geschäftsführerin Anne Bülling informierte über die aktuelle Lage im Haus und die Herausforderungen auf dem Krankenhausmarkt. Die Schäden des Brandes Ende 2024 sollen voraussichtlich im Frühjahr 2026 vollständig behoben sein. „Wir befinden uns in bewegten Zeiten, nicht alles liegt in unseren Händen. Aber das, was in unseren Händen liegt, packen wir an und setzen unsere Segel auch auf stürmischer See“, so Bülling. Sie betonte zudem, dass Frankenberg eines der fünf Sicherstellungskrankenhäuser in Hessen ist. Für die neue Geschäftsführerin war es der erste Neujahrsempfang am Standort Frankenberg. Sie nutzte die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit den anwesenden Ärzten, um deren Anregungen für den Arbeitsalltag aufzunehmen.
Personelle Verstärkung in mehreren Fachbereichen am Standort Frankenberg
Im medizinischen Vortragsteil stellte Dr. med. Wael Marouf seinen neuen Kollegen in der Neurologie Atif Elatana vor. Die Neurologie ist eine Sektion der Klinik für Innere Medizin unter Chefarzt PD Dr. Matthias Klingele. Dr. Marouf und Herr Elatana betreuen auch gemeinsam die neurologische Sprechstunde im MVZ. Der Kardiologe und Chefarzt der Zentralen Notaufnahme Yaseen Omar informierte über die neue kardiologische Privatsprechstunde am Standort Frankenberg. Gute Neuigkeiten gibt es aus der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Frankenberg: Dr. Mehmet Yiğit stellte sich als künftiger Chefarzt vor. Er wird in einigen Monaten seine Arbeit in Frankenberg aufnehmen. Die kommissarische Leiterin und Oberärztin Gabriele Schalk betonte die Bedeutung der Neubesetzung: „Wir freuen uns sehr, mit Herrn Dr. Yiğit einen Kollegen begrüßen zu dürfen, der zu unserem medizinischen Angebot passt und genauso patientenorientiert arbeitet wie wir.“
Patientenwohl im Mittelpunkt
Im Dialog zwischen niedergelassenen Ärzten, Klinikteam und Politik wurde deutlich: Die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region steht im Vordergrund. Kurze Wege und gute
Kommunikation – beispielsweise über das Zentrale Patientenmanagement – sind dabei essenzielle Bausteine der Zusammenarbeit. Der rege Austausch beim Neujahrsempfang unterstrich einmal mehr die Bedeutung dieser Vernetzung.

